ADHS bei Kindern

Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will? – ein berühmtes Zitat aus der Geschichte vom Zappelphilipp. Schon im 19. Jahrhundert wurden ADHS-ähnliche Verhaltensweisen beschrieben und noch heute wird gelegentlich von der "Zappelphilipp"-Krankheit gesprochen. ADHS ist keine Erfindung der modernen Zeit. Kinder mit ADHS sind nicht ungezogen oder faul – ihr Gehirn arbeitet einfach anders. Für Familien kann ADHS herausfordernd sein. Eltern möchten helfen, fühlen sich aber manchmal überfordert. Um so wichtiger ist es, Hilfe und Unterstützung zu suchen. Lesen sie, was heute alles möglich ist.

Typisch für ADHS: Kind auf einer Schulbank, das gelangweilt an die Decke schaut

Das Wichtigste in Kürze

  • ADHS ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung mit den Kernsymptomen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität
  • ADHS wird nicht durch Erziehungsfehler verursacht, sondern ist genetisch und biologisch bedingt
  • Mit klaren Strukturen, liebevoller Unterstützung und gegebenenfalls professioneller Hilfe können Kinder mit ADHS ihre Stärken entfalten
  • Eine korrekte Diagnose durch Fachleute ist wichtig, um angemessene Unterstützung zu ermöglichen
  • Behandlung umfasst Aufklärung, Elterntraining, Psychotherapie und bei Bedarf Medikamente